Freestyle
Im Vergleich zum Vortag war die Stimmung am Samstag kaum
zu toppen. Die Leute waren völlig aus dem Häusschen. Für
Aufregung sorgte gleich Sebastian Radel, des Maschine in der Luft vorne
zuweit hoch kam und er dann bei der Landung die Kontrolle verlor und
sich selbst über die Strohballen katapultierte. Bei diesem spektakuläen
aber zum Glück ungefährlichen Abflug ist ihm nichts passiert.
Auch heute überzeugten Verburgh und Wolter durch ihre "Trains"
und waren erst nach meheren Zugaben zufrieden zu stellen...
Finale
Wer wird als erster um die Kurve gehen? Wer übernimmt
die Führung? Die Stimmung in der Halle ist nicht zu steigern als
die 12 Piloten ihr Maschinen an den Start schieben. 5 Sekunden noch,
voll konzentriert lehnen die Fahrer weit über dem Lenker, da fällt
das Startgatter und es geht mit Vollgas auf die erste Kurve zu... Es
ist der Fahrer mit der Startnummer 18, der in erster Position auf das
Waschbrett einbiegt: Andreas Boller! In erster Position kann er sich
seine Ideallinie suchen und exakt seinen Rythmus suchen. Seine Fahrweise
ist flüssig und überlegen! Doch von hinten naht mit Riesenschritten
Casey Johnson, der buchstäblich über die Strecke fliegen zu
scheint! Er kassiert einen Gegner nach dem anderen durch waghalsige
Blockpasses. In der fünften Runde sitzt er Boller dicht im Nacken,
als er plötzlich am großen Zielspung stürzt und mit
voller Wucht in den landhühgel knallt. Seine Maschine landet auf
dem Zielhügel, während er sich vor Schmerzen am Fuß
des Hügels windet.
Was war geschehen? Dicht hinter Boller fahrend setzt Johnson
zum Zielsprung an, als Boller einen Strohballen "aufwirbelt",
der Johnson direkt beim Abspringen vor das Vorderrad gerät. Er
verliert die Kontrolle über das Motorrad und entscheidet sich für
einen "kontrollierten" Abgang in die Landung. Auch er bleibt
unverletzt und kann nach bangen Minuten zu Fuß den Weg ins Fahrerlager
antreten.
Nun
stand der Triumphfahrt von Andreas Boller nichts mehr im Wege und die
Zuschauer - nun vollends aus dem Häuschen - trugen ihn mit lautstarken
Jubelschreien förmlich ins Ziel. Der Tagessieger hieß Andreas
Boller vom Honda-Sarholz Racingteam, das war schlichtweg eine Sensation,
mit der einfach Niemand gerechnet hatte, am wenigsten Boller selbst.
Der es auch bei der Siegerehrung kaum fassen konnte!
3
Veranstaltungen, mit insgesamt 6 Läufen stehen nun noch an beim
ADAC SX-Cup: Braunschweig (30.11 - 01.12), Dortmund (10.01 - 12.01)
& Kiel (18./19.01). Also nichts wie hin!
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