|
ADAC SX-Cup 2001 Stuttgart / Schleyerhalle

Super(!) Cross
Der Name sagt es ja bereits: Supercross ist die
Steigerung von Motocross. Auf engsten Terrain gilt es einen mit vielen
Hindernissen gespickten Parcours zu bewältigen. Waschbretter, Douple-Sprünge
und steile Rampen, die man auf herkömmlichen Outdoor-Strecken lange
suchen muß, lösen hier einander ab. Absolutes technisches Können
und der Mut zum Risiko sind hier gefragt. Dementsprechend hoch ist hier
das Verletzungsrisiko und die jungen, waghalsigen Fahrer geben den Ton
an.
Für das Publikum ist Supercross in jedem Fall
ein Hochgenuß: Endlich kann man sich hier voll und ganz auf das
Renngeschehen konzentrieren. Das ganze bei Scheinwerferlicht und erstklassiger
Atmosphäre. Alles wirkt hier greller & faszinierender: 100% Spannung,
100% Action & 100% Unterhaltung.
Die Rennen
Im international besetzten Fahrerfeld ruhten die
deutschen Hoffnungen in erster Linie auf den Schultern von Bernd Eckenbach.
Leider mußte er sich mit zwei vierten Plätzen geschlagen geben.
Der Sieger im Freitags-Finale kam aus Italien und hieß Fabio Balducci.
Samstag gewann der Australier Chad Reed, der im internationalen MX noch
für einige Überraschungen gut sein wird!
Die SX-Cup Gesamtwertung nach diesem ersten Rennen
wird angeführt von Thierry Bethys. Die kommenden Läufe werden
hier wohl noch für viel Bewegung im Klassement sorgen, bevor der
Sieger feststeht.
Superjump heißt jetzt Freestyle
Höhepunkt des Events war die nächtliche
Freestyle Show: Die Stimmung in der Halle Abräumer war hier der Ungar
Kornel Nemeth, der sich auch in den Rennen bereits beachtlich in Szene
gesetzt hatte. Freestyle ist nicht nur für die Akteure extreme nervliche
Belastung: Für eine kollektive (Beinahe-)Ohnmacht sorgte Nemeth,
als er bei dem Versuch eines "Supercuby" den Kontakt zur Maschine
verlor und aus rund 7m Höhe auf dem Hallenboden einschlug. Der "Supercuby"
ist Nemeths eigene Variation eines "nohanded Superman": Der
Fahrer fliegt wie "Superman" über der Maschine und läßt
sie dann für einen Augenblick los...
Zum Glück überstand er dieses kleine
Mißgeschick ohne Blessuren (keine Brüche!) und konnte nach
einigen Minuten die Arena unter dem tosenden Beifall des Publikums - zwar
recht benommen - doch auf den eigenen Beinen verlassen. Freestyler sind
eben hart im Nehmen!
In jedem Fall ist der SX-Cup die Gelegenheit um
die motocross-freie Winterzeit zu überstehen.
|